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Alles rund um den O-Ring

Für kleinere Stückzahlen, größere Abmessungen und hochwertige Kautschukmischungen wird das Verfahren des Formpressens verwendet. Sind die Stückzahlen hingegen höher und es wird eine eher günstigere Kautschukmischung, wie zum Beispiel NBR, verarbeitet, wird das Verfahren des Spritzgießens genutzt. Unter Formpressen wird verstanden, dass zugeschnittene Kautschukrohlinge in eine Form gelegt und anschließend über Zeit durch Druck und Hitze zu einem O-Ring vulkanisiert werden. Demgegenüber steht der Spritzguss, bei dem der flüssige Werkstoff in ein entsprechendes Werkzeug mit mehreren O-Ringformen gespritzt wird. Der Spritzguss weist den großen Vorteil auf, dass, im Vergleich zum Formpressen, die O-Ringe wesentlich schneller und kostengünstiger hergestellt werden können.

  • ISO 3601 (International)
  • DIN 3771 (Deutsch)
  • AS 568 (Amerikanisch)
  • BS 1806 (Britisch)
  • BS 4518 (Britisch)
  • SMS 1586 (Schwedisch)
  • NF T 47-501 (Französisch)
  • JIS B 2401 (Japanisch)

In Deutschland galt für die Abmessungstoleranz jahrelang die DIN 3771, wobei diese mittlerweile von der ISO 3601 abgelöst wurde. Der Unterschied zwischen den beiden Toleranzlisten ist aber nur minimal. Die Fertigungstoleranz darf nach ISO 3601 bei eher kleinen Abmessungen größer und bei eher größeren Abmessungen kleiner sein.

Die marktübliche Härte liegt bei einem Großteil der Werkstoffe in der Nähe von 70 Shore A. Als Übersicht über die wichtigsten Daten können Sie unsere Werkstofftabellen (internen Link zum Werkstoffbereich) nutzen

Beim Stoßvulkanisieren wird eine runde Gummischnur auf die benötigte Länge geschnitten und unter Druck und Hitze zu einem O-Ring verbunden. Der Unterschied zwischen Stoßvulkanisieren und Formpressen liegt darin, dass beim Stoßvulkanisieren das Ausgangsmaterial, sprich die Rundschnur, bereits vulkanisiert ist und beim Formpressen der Kautschuk erst bei der Herstellung des Ringes vulkanisiert wird. Zusätzlich weisen Rundschnüre höhere Toleranzen auf, sodass für vulkanisierte Ringe, oder wie wir Sie nennen „Vulk-Ringe“ (internen Link zu den O-Ringen), nicht die ISO 3601, sondern die DIN ISO 3302-1 E2 gilt.

Wie der Name schon verrät, wird beim Stoßverkleben eine Rundschnur auf die benötigte Länge mit einem Winkel von 45° geschnitten und mit einem geeignet Kleber zusammengefügt. Dabei ist unbedingt zu beachten das Medien- und Temperaturbeständigkeit des Ringes vom Kleber abhängen. Dementsprechend darf der verklebte Ring mit keinem Medium in Kontakt kommen, gegen das der Kleber nicht beständig ist. Generell ist das Stoßvulkanisieren zwar teurer, aber dafür auch qualitativ hochwertiger. Denn zum Verbinden, zum Beispiel eines FKM-Ringes, wird auch eine FKM-Mischung verwendet, sodass der fertige Ring die Medien- und Temperaturbeständigkeit von FKM besitzt.

Da die meisten O-Ringwerkstoffe schwarz sind, kann es sehr leicht passieren, dass zum Beispiel bei der Montage Ringe miteinander vermischt werden und anschließend niemand mehr genau weiß, welcher Ring welcher war. Hierfür ist die einfachste Lösung die O-Ringe vorher farblich zu markieren. Sie können sich O-Ringe oder andere Dichtungen in einer beliebigen Farbe von uns markieren lassen, sodass Sie verschiedene Werkstoffe ohne Aufwand voneinander unterscheiden können. (internen Link zum Servicebereich).

Insbesondere für die Lackindustrie ist es entscheidend, dass O-Ringoberflächen nicht mit Silikonen oder anderen störenden Stoffen verunreinigt sind. Silikone werden verwendet, um den Ring bei der Herstellung besser aus seiner Form entnehmen zu können. Jedoch können Silikonreste dafür sorgen, dass der Lack nicht gleichmäßig aufgetragen werden kann und um dies zu vermeiden, werden die Ringe mit einer bestimmten Lösung gewaschen, ohne dabei aber die Werkstoffeigenschaften negativ zu beeinflussen. Jeden beliebigen O-Ring können Sie bei uns mit einer silikonfreien Oberfläche und Verpackung (internen Link zum Servicebereich) bestellen und das ohne, dass die Lieferzeit oder der Preis nennenswert steigt.