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Auswahl des richtigen Werkstoffs

Elastomere: Elastisch verformbare Kunststoffe mit Vernetzung, z.B. NBR
Thermoplasten: Unter Hitze verformbare Kunststoffe ohne Vernetzung, z.B. PE
Duroplasten: Nach der Vernetzung nicht mehr verformbare Kunststoffe, z.B. Harze

Insbesondere NBR, NR, SBR und auch HNBR sollten vor Licht- und Ozonquellen dauerhaft geschützt sein. Generell sollten nach der DIN 7716 (Lagerungsrichtlinie für Gummierzeugnisse) alle Produkte in lichtundurchlässigen und luftdichten Polyethylen-Beuteln oder anderen schützenden Behältern gelagert werden.

Ein Shoremesswert steht für die Angabe der Härte eines Werkstoffes, wobei zwischen Shore A und Shore D unterschieden wird. Als Messkörper wird ein Stift aus Stahl verwendet, der durch seine Eindringtiefe in das Material die Härte des Materials bestimmt. Für Shore A-Messungen ist die Spitze des Stiftes abgeflacht, während bei Shore-D Messung das Ende des Stiftes spitz zu läuft. Die Shore-D Methode wird genutzt um bei harten Werkstoffen, wie zum Beispiel PTFE, den Härtegrad messen zu können. Grundsätzlich kann ein A-Wert in einen D-Wert umgerechnet werden (90 Shore A entsprechen ca. 40 Shore D), wobei dies in der Praxis nur selten nützlich ist.

Wenn nicht anders ausgewiesen, beziehen sich die Temperaturangaben auf Datenblättern immer auf Luft als Medium. Für Temperaturbeständigkeit bei spezifischen Medien müssen, wenn nicht bereits geschehen, Versuche durchgeführt werden.

Bei Vakuumanwendungen ist der Permeabilitätswert, also die Durchlässigkeit eines Werkstoffes, entscheidend. Daher sollte für Anwendungen, in denen nicht gewünscht ist, dass Medien ein- oder austreten auf FFKM, NBR, FKM oder, wenn es die Anwendung zulässt, PTFE zurückgegriffen werden. Unter keinen Umständen sollte bei solchen Anwendungsanforderungen Silikon eingesetzt werden.

Diese Frage bekommen wir sehr häufig zu hören, dabei ist sie recht einfach zu beantworten. Zunächst einmal wurde die Werkstoffbezeichnung vor einiger Zeit von FPM zu FKM geändert, sodass die alte ISO-Bezeichnung FPM nicht mehr verwendet wird. Viton ist einfach nur ein Markenname der Firma DuPont und nichts anderes als FKM, also Fluorkautschuk.

Grundsätzlich existieren nur sehr wenige Medien, gegen die PTFE nicht beständig ist. Dank der beinah universellen Medienbeständigkeit kann PTFE bedenkenlos bei einer großen Vielfalt von Medien eingesetzt werden. Nur bei starken Reduktionsmitteln, wie Natrium in flüssigem Ammoniak oder aggressiven Oxidationsmitteln, wie elementarem Fluor, kann es kritisch sein PTFE (Internen Link zu PTFE-O-Ringe) einzusetzen.

FEP steht für Perfluor-ethylen-propylen und es ist von seinen Eigenschaften, wie Temperatur- und Medienbeständigkeit, vergleichbar mit PTFE. Jedoch besitzt FEP bessere thermische Formungs- und Bearbeitungseigenschaften, sodass es als Ummantelung für O-Ringe (Internen Link zu FEP-O-Ringe) verwendet werden kann.